Die Prähistorische Kunst beginnt im Jungpaläothikum und dauert bis zur Eiszeit an. Damit bildet sie die längste aller Kunstepochen und konstituiert damit die älteste Ära der Kunstgeschichte, in welcher der Mensch bereits künstlerisch tätig war. Zugleich ist sie ein Grundpfeiler für die Kunst und die sich daraus entwickelten Techniken in den späteren Epochen. Es sind keine Schriften aus der Zeit bekannt, doch die ältesten Kunstwerke dieser Zeit sind die Wandmalereien bzw. Höhlenmalereien, die in Europa (Spanien und Frankreich) entdeckt wurden und ca. 28.000 v.Chr. entstanden sein müssen.
Das besondere an diesen ersten Zeugnissen künstlerischen Schaffens, ist wohl die Art Ihrer Entstehung, da zu der Zeit keine Werkzeuge benutzt worden sind. Zu Beginn wurde die Farbe mit den bloßen Händen oder auch mit dem Mund durch Versprühen von Blut oder Pflanzenfarbe aufgetragen.
Inhaltlich spiegelten die Kunstwerke die Ereignisse Ihrer Zeit wieder und waren durchweg kultisch orientiert. Somit waren die Motive religiöser (z.B. mythologische Motive) und schamanistischer Natur, wobei auch Jagdszenen, einzelne Menschen und wilde Tiere als Vorlage dienten.
Was in heutiger Zeit dieser Form von Kunst am nähsten steht ist das Handwerk – obwohl Werkzeuge dafür verwendet werden, welche aber ihren Ursprung in der Handarbeit hat. Zur damaligen Zeit wären Diamantwerkzeuge vielleicht nur ein bedingt nützliches Werkzeug für den Kunstausdruck gewesen, sicherlich aber Pinsel und andere Untensilien, die in den späteren Epochen folgten.
