Romantik: Die Romanhafte „unwirkliche“ Epoche der Romantik wird zwischen den Jahren 1790 und 1840 festgehalten, womit sie zumindest zeitliche Überschneidungen mit dem Klassizismus hat. Zu ihren Kennzeichen gehört die Betonung des Phantastischen, der Emotionen, der Poetisierung der Wirklichkeit, das Interesse am Besonderen, Auffallendem, Genialen – die Lust an der Phantasie, das Brechen klassischer Normen und die Rückbesinnung auf Natur, Geschichte, zum Teil sogar Religion, sind die Themenschwerpunkte dieser Zeit. Sie entwickelte sich als Reaktion auf die Aufklärung und den damit einhergehenden sturen Empirismus auf der einen Seite und die strengen Formen des Klassizismus.
Nicht so sehr an einer bestimmten Maltechnik oder Stilart lässt sich diese Epoche festhalten, als an der Idee einer neuen Kunst, eines neuen Umgangs mit ihr und eines Gegenübertretens von Kunst und Natur zeichnen die Romantik aus.
Die Rückbesinnung auf Geschichte und Natur wird in der Architektur besonders deutlich, die in der Romantik die Grundlagen für Denkmalpflege setzt und überhaupt die Tradition des Denkmales setzt. Erinnerung wird zum zentralen Thema der Architektur. Daneben gehört die Harmonisierung von Architektur und Landschaft zu den Hauptzielen.
Auch in der Malerei ist die Hinwendung zur Natur zu beobachten – nicht nur die Darstellung der Landschaft in Bildern, aber ihre Verbindung mit dem Menschen, wie in Casper David Friedrichs Bildern der ganz physischen Harmonie von Landschaftsgärten und Ruinenstafagen ist zu beobachten ist. Viele der Maler inspirierte das dichterische Wort der Zeit, welches selbst wiederum Natur und Gefühl zu den zentralen Motiven wählte.
