DADA



Der Dadaismus entwickelte sich 1915 aus einem Widerstand gegen den 1. Weltkrieg und der sich somit reduzierenden Lebens- und Kunstanschuun. Man nimmt an, das Hugo Ball (1886 – 1927) und Richard Huelsenbeck (1892 – 1974) beim Durchblättern eines französischen Wörterbuches auf das Wort “dada” gestoßen sind, was Steckenpferd bedeutet und sie an Kundheit und Freiheit erinnerte, da es auch etwas unsinnig klingt.

Dada war keine “gemachte” Bewegung, sondern ein gewachsener Gedanke, der der Reaktion auf das Vogel-Strauß-Denken der so genannten “Heiligen Kunst” entsprech, deren Kritiker über Kubismus und Gotik brütete, während die Generäle mit Blut malten – das Schießen geht weiter, es gibt weiterhin Profitgier, Hunde und Lügen; warum dann die ganze Kunst? War es nicht der größte Schwinder vorzugeben, Kunst schaffe geistige Werte?

Der Ursprung waren die ikonoklastischen Tendenzen des Kubismus und der Futurismus un einer der Wegbereitet Marcel Duchamp al er 1913 mit der Ölmalerei aufhörte und sein Kunstwerk “The Bycicle Wheel” schuf. Als Ausgangsgruppe könnte man das 1916 von Hugo Ball gegründete Cabaret Voltaire in Zürich mit seinen Mitgliedern Marcel Jano, Hans Arp, Hans Richter, Richars Huelsenbeck (Gründer des Berliner Dada) und Tristan Tzara.

Dadamanifest 1918 von Tristan Tzara:

Kunst soll ein Ungeheuer sein, das unterwürfige Gemüter aufschreckt, kein Bonbon, das die Esszimmer von Tieren in menschlicher Verkleidung schmückt

1918 – 1922 besteht der von Huelsenbeck gegründete Club Dada mit den Mitgliedern JOhannes Baader, Georg Grosz, Raoul Hausmann, Hannah Hieck und Helmut Herzfeld. An vielen Kunstwerken, wie z.B. an “Der Geist unserer Zeiten” 1914 von Hausmann, spürt man die Aufmerksamkeit und Ironie, mit der die Dadaisten ihre Umwelt betrachteten. Eine weitere Gruppe war die 1919 von Max Ernst und Alfred Grünewald alias Johannes Baargeld gegründete “Die Dada-Verschwärung im Rheinland”. Die Dadaisten erregten großes Aufsehen mit Aktionen wie z.B. eine Ausstellung 1920 in Köln, bei welcher man nur durch die öffentliche Toilette eintreten konnte, bei der ein Mädchen in ihrem Erstkommunionskleid obszöne Verse vorlas und Max Ernst mit einem Beil zum Zerstören seiner Kunstwerke aufforderte. Dies spiegelt aber auch ganz klar den Geist des Dada wieder. Er griff nach seiner Meinung hemmenden und korrupten Faktoren gegen die Kunst an: das Bürgertum, die Meinung, Kunst sei gleich guter Geschmack, Kunsthändler, Kunstsammler; und sie stellten absichtlich Kunstwerke her, die auf Grund der Darstellungsweise oder der Materialien unverkäuflich waren.

Die Dadaisten wollten ein völliges Aufräumen und schufen auch viele neue Arbeitsweisen für die Kunst. Ihre Kunst war Antikunst, Kunst gegen Akademien, Kunst gegen traditionelle Kusnt, Kunst gegen Ästhetik. Aber genau damit bliesen die Dadaisten neuen Wind in die Kunst, einen Aufschwung im Wagemut. Sie feierten Orgien bei denen Bruitismus, Lautgedichte, Kostüme, neue Manugeste Gang und Gebe waren. So kam z.B. 1917 Artur Crowan in New York betrunken zu einem Dada. Abend, auch welchen er einen Vortrag über moderne Kunst halten sollte und fing an, sich vollständig auszuziehen.

Wichtig ist zu erwähnen ist noch Kurt Schwitters Merzkunst, welche eine neue Ästhetik, das totale Kunstwerk anstrebt.

Der Dadaismus klang langsam wieder aus.