Neuzeit



1450-1900 n.Chr.

Die neuzeitliche Kunst war bestimmt durch den Verlust des Glaubens an Gott und den Glauben an die menschliche Ähnlichkeit zu Gott. Der Mensch tritt in den Motiven als unabhängig und frei auf, denn er kann sein erworbenes Wissen über die Naturwissenschaft nutzen. In der Kunst schlägt sich das vor allem im Naturstudium und in der Nachahmung der Natur nieder.

Beispielhaft für dieses Prinzip war vor allem der Maler Leonardo da Vinci, der in der Epoche der Renaissance hervortrat. Durch seine Proportionsstudien und Experimente mit Licht und Schatten trieb er die Entwicklung der Malerei und Darstellung von Gegenständen entscheidend voran.

Die Renaissance war daher besonders bedeutend für die Erforschung von Perspektiven, der Anatomie und der Natur selbst. Die nachfolgende Epoche des Barock brachte die Naturgesetzte von Licht und Bewegung hervor und der Impressionismus tat die Gesetze der Farbwahrnehmung auf. Dies sollten den nachfolgenden Generationen von Künstlern eine wichtige Grundlage für die Malerei sein.

Ein wesentlicher Bestandteil der Kunst war auch die außereuropäischen Kulturen. So schafften die Inka, Maya und Azteken ganz eigene Kunstwerke. Bis heute sind sie berühmt für ihre wertvolle Verarbeitung aus puren Gold oder aufwändige Verzierung.

Auch die Etablierung von Symbolen wurde entscheidend für die spätere abstrakte Kunst. Zunächst mussten grundlegende Symbole und deren Bedeutung festgelegt und verbreitet werden. Bestes Beispiel dafür ist die Figur der Justicia, die mit verbundenen Augen, der Waage in einer Hand und dem Schwert in der anderen Hand. Sie ist bis heute ein Symbol für Gesetz, Rechte und Gerechtigkeit.