Römische Kunst



Ebenso wie die griechische Kunst, entwickelte sich die römische Kunst über einen weiten Zeitraum – vom 6.Jhd v. Chr bis zum 5.Jhd. n. Chr.. Innerhalb dieser 900 Jahre haben sich in der römischen Kunst diverse Richtungen und Schulen herausgebildet auch wenn aller Anfang sicherlich zu einem bedeutenden Teil bei den Griechen liegt. Zu den eigenen Errungenschaften auf dem Gebiete der Kunst sind die Bereiche Architektur, Portrait und Relief zu zählen.

Die Architektur orientierte sich am etruskischen Vorbild und Podiumstempel auf Stufenterrassen mit Freitreppe gehörten zu de Klassikern. Was die Römer selbst „erfanden“ sind Rundbögen, die alles wo sie sich nur an und unterbringen lassen konnten, schmückten – Brücken, Aquädukte, Amphitheater. Mit dem Rundbogen ist auch die Erarbeitung der Wölbtechnik verbunden, beispielsweise waren Kuppeln aus betonähnlichem Material äußerst beliebt.

Auch die Symmetrie war, ebenso wie Fassadenarchitektur, den Römern eine Herzensangelegenheit – alle öffentlichen Gebäude wie Thermen, Basiliken, Amphitheater und selbst Lagerhallen wurden damit verziert. Der Fachbegriff für die am meisten verbreitete Variante ist „Trajansform“ .

Die Skulpturen waren typisierende Idealplastiken, die mythologische Figuren und Kultbilder verkörperten. Die von Lessing beschriebene und in der Kunstgeschichte viel diskutierte „Laokoon“-Gruppe stammt aus dieser Epoche, ca1.Jhd. n. Chr.

Dem Kopf wurde bei den Plastiken das größte Augenmerk gewidmet, was möglicherweise erklärt, warum das Porträt als Büste sich zu jener Zeit größter Beliebtheit erfreute.

Die Malerei hatte bei den Römern primär die Funktion einer volkstümlichen Berichterstattung, wurde aber auch zu Propaganda Zwecken und der Propagierung des Kaiserkultes genutzt. Sinnbildlich hierfür sind die Triumphalgemälde zu verstehen. Außerdem sind einige Wandmalereien und bemalter Stuck, wie auch Mosaiken mit figürlichen, landschaftlichen, mythologischen oder alltäglichen Motiven aus der Zeit des 2./3.Jhd n. Chr. Bis heute erhalten geblieben.

Wenn man im Verlauf der Geschichte auf die ersten Innenarchitekten verweisen sollte, dann wäre hier die richtige Stelle dafür – unter den Römern haben sich vier architektonische Stile (sog. Pompejanische Stile) herausgebildet, nach deren Gesichtspunkten sich die Innenarchitektur richten sollte.

Im Kunsthandwerk feierten insbesondere die Glas, wie auch die Goldschmiedekunst nach dem zweiten Punischen Krieg ihre Blütezeit.